Nord-Westfalen - Akzeptanzoffensive „In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.“

Die Akzeptanzoffensive „In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.“ ist ein Zusammenschluss von regionalen Unternehmen, der im Jahr 2011 durch die IHK Nord-Westfalen initiiert wurde. Mehr als 350 Industrieunternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region sind dieser Initiative inzwischen beigetreten, um gemeinsam für den ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen der nord-westfälischen Industrie zu werben.

 

Herausforderungen des Industriestandorts

Der Industrie-Standort Nord-Westfalen teilt sich in zwei Regionen: das Münsterland und die Region Emscher-Lippe, die sich auch von ihrer Industriestruktur deutlich unterscheiden. Während die Industrie im nördlichen Münsterland vor allem durch familiengeführte mittelständische Unternehmen geprägt ist, umfasst die südliche Emscher-Lippe-Region vornehmlich Großbetriebe aus den Bereichen Chemie und Energie. Beide zusammen bilden einen prosperierenden Wirtschaftsstandort, der weit über die Grenzen Nord-Westfalens hinauswirkt.

Nord-Westfalen nimmt etwa ein Fünftel des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ein. Auf 6.900 Quadratkilometern leben hier 2,6 Millionen Menschen, darunter 1,2 Mio. Erwerbstätige. Damit ist Nord-Westfalen einer der größten Wirtschaftsstandorte bundesweit. Er umfasst die kreisfreien Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Münster sowie die Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf. Rund ein Drittel des BIP wird von den Industrieunternehmen aus dieser Region erwirtschaftet.

Eine zentrale Herausforderung der Industrie in der Region Nord-Westfalen ist, dass sie bei den Menschen kaum bekannt ist. Dies haben zwei Umfragen von TNS Emnid im Auftrag der IHK Nord Westfalen belegt. In der ersten Umfrage im Mai 2011 wurde der Bekanntheitsgrad der Industrie in der Öffentlichkeit mit einer Schulnote 3 (befriedigend) belegt. In einer neueren Umfrage von 2014 steigerte sich der Wert leicht auf eine 2,7. Besorgniserregend ist jedoch, dass vielen Menschen die Weltmarkführer in Form von konkreten Industrieunternehmen unbekannt sind.

Insgesamt zeigen die Umfrageergebnisse, dass die Menschen der Industrie generell nicht negativ gegenüberstehen, sondern in ihr einen wichtigen Problemlöser für die Herausforderungen der Zukunft sehen. Zudem wird die Industrie als Arbeitgeber und Ausbilder geschätzt. Problematisch jedoch: durch die Unbekanntheit der Unternehmen als innovative Mittelständler wird die Industrie mit oftmals falschen Bildern (Industrialisierung und Umweltverschmutzung) in Verbindung gebracht. Insbesondere junge Menschen haben wenige Berührungspunkte mit der Industrie und sind dementsprechend kritisch eingestellt.


Die Akzeptanzoffensive „In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.“

Die Akzeptanzoffensive „In|du|strie“ verfolgt das oberste Ziel, die Akzeptanz und das Vertrauen der Menschen, vor allem der jüngeren Bürgerinnen und Bürger, zu gewinnen.

Die Industrie soll der Öffentlichkeit wieder nähergebracht und die Menschen für industrielle Produkte und Leistungen begeistert werden. Dabei sind die Unternehmen selbst aktiv. Sie öffnen ihre Türen und suchen den intensiven Dialog mit den Bürgern der Region durch unterschiedliche Aktionen, Events und Veranstaltungen.

Die abnehmende Industrieakzeptanz führt schon heute dazu, dass viele Unternehmen Nachwuchsprobleme in gewerblich-technischen Bereich erleben. Ohne qualifizierte Fachkräfte werden die Betriebe ihre Rolle in der Zukunft aber nicht mehr hinreichend erfüllen können. Die Industriekampagne verfolgt daher auch das Ziel, die Attraktivität von industriellen Berufsbildern in der Gesellschaft zu stärken, sie weiter zu entwickeln und damit den Erfolg der Industrie in der Region zu sichern.