Über das Bündnis

Das Bündnis Zukunft der Industrie vereint Gewerkschaften, Industrie- und Arbeitgeberverbände sowie das Bundeswirtschaftsministerium. Gemeinsam wollen die Bündnispartner den Industriestandort Deutschland nachhaltig modern gestalten und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ besteht aus insgesamt 17 Partnern. Neben den drei Initiatoren, BMWi, IG Metall und BDI sind dies 14 weitere Bündnispartner: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesarbeitgeberverband Gesamtmetall, der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK), die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) sowie auf Gewerkschaftsseite der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Unsere Industrie ist ein wesentlicher Garant für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze. In Deutschland arbeiten acht Millionen Menschen in rund 100.000 In-dustriebetrieben. Hinzu kommen viele Zulieferer und Dienstleister. Insgesamt hängen rund 15 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Industrie ab.

Die Beschäftigten im produzierenden Gewerbe erwirtschaften ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung und drei Viertel aller Exporte. Und die Industrie bringt den Löwenanteil der Mittel für Forschung und Entwicklung auf. Die innovativen deutschen Industriebetriebe sind führend in der Ressourceneffizienz und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Doch der scharfe internationale Wettbewerb, der demografische Wandel oder technische Umbrüche wie die Digitalisierung stellen die Industrie vor große Herausforderungen. Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ hat ein klares Ziel: Industrieproduktion in Deutschland muss erhalten bleiben und auch zukünftig ihre wirtschaftliche Zugkraft entfalten. .

Zu den Zielen des Bündnisses gehört auch die Stärkung der Tarifbindung. Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft sind untrennbare Elemente der sozialen Marktwirtschaft, die die Basis für die hohe Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland darstellen.

Der Verbund

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel, der damalige Erste Vorsitzenden der IG Metall Detlev Wetzel und der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Ulrich Grillo haben im November 2014 die Gründung des Bündnisses "Zukunft der Industrie" initiiert. Am 3. März 2015 hat sich das Bündnis mit 15 Partnern offiziell konstituiert. Ziel dieses Bündnisses ist es, aktuelle industriepolitische Themen zu diskutieren, Gemeinsamkeit herauszuarbeiten und Konflikte in trag-fähige Kompromisse zu verwandeln. Hieraus lassen sich konkrete Maßnahmen entwickeln, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu stärken.

Neben den drei Initiatoren BMWi, IG Metall und BDI sind folgende zwölf weitere Bündnispartner aktiv: der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesarbeitgeberverband Gesamtmetall, der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) sowie auf Gewerkschaftsseite der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Wie arbeitet das Bündnis?

Fünf Arbeitsgruppen entwickeln Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zu folgenden Themen:

  • „Akzeptanz – Attraktive Industrie“
  • „Investitionsstarke Industrie“
  • „Zukunft der Arbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen“
  • „Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft“ und
  • „Internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie“.

Die Arbeitsgruppen haben jeweils zwei Leiter, einen Vertreter der Arbeitgeber- bzw. Industrieverbände und einen der Gewerkschaftsseite.

Die Empfehlungen der Arbeitsgruppen werden einem übergeordneten Lenkungs-gremium vorgelegt, der sogenannten „Sherpa-Runde“. Sherpas sind von den Bündnispartnern benannte Personen mit Leitungsfunktion.

Die Sherpa-Runde bereitet die Treffen der High-Level Group (HLG) vor, die etwa im Halbjahresrhythmus stattfinden. Teilnehmer der HLG sind der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, und der Präsident des BDI, Ulrich Grillo. Die HLG beschließt konkrete Maßnahmen und Forderungen.

Die Arbeitsgruppen

AG 1: Akzeptanz – Attraktive Industrie

Die Arbeitsgruppe entwickelt eine breit angelegte Kommunikationsstrategie zur Erhöhung der Akzeptanz und Wertschätzung der Industrie, um zum einen bestehende Vorurteile abzubauen und zum anderen den Dialog zwischen Industrie und Gesellschaft zu vertiefen. Gemeinsam mit dem bündnisbegleitenden Verein „Netzwerk Zukunft der Industrie“ wird diese Kampagne in die Fläche getragen.

AG Leiter: Norbert Theihs, VCI, Tomas Nieber, IG BCE

AG 2: Investitionsstarke Industrie

Die Arbeitsgruppe berät über neue Ansätze, um private und öffentliche Investitionen zu erhöhen, die ein wesentlicher Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand sind. Es geht um mehr öffentliche Investitionen in die Verkehrsnetze, in digitale Infrastruktur, in intelligente Energienetze, in Bildung und soziale Infrastruktur.

AG Leiter: Dietmar Schäfers, IG BAU, Dr, Ralph Wiechers, VDMA

AG 3: Zukunft der Arbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen

Die Arbeitsgruppe diskutiert, wie die Sicherung der Fachkräftebasis in Zeiten von Digitalisierung und demografischem Wandel gelingen kann und wie der technologische Wandel gestaltet werden muss, damit in der Arbeitswelt der Zukunft die Chancen genutzt und die Risiken minimiert werden können.

AG Leiter: Peter Clever, BDA und Stefan Körzell, DGB

AG 4: Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft

Die Arbeitsgruppe widmet sich den Chancen und Risiken durch Digitalisierung für den Standort Deutschland, fokussiert, interne und externe Innovationshemmnisse und entwickelt Handlungsempfehlungen.

AG Leiterinnen: Christiane Benner, IG Metall und Dr. Patricia Solaro, ZVEI

AG 5: Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Arbeitsgruppe behandelt ein breites Spektrum an Themen. Dazu zählen insbesondere die europäischen Rahmenbedingungen für internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Handels- und Außenwirtschaftspolitik, sowie energie-, klima- und umweltpolitische Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa.

AG Leiter: Dr. Klaus Günter Deutsch, BDI und Wolfgang Lemb, IG Metall

Die inhaltlichen Ziele für das Jahr 2016:

Das Bündnis Zukunft der Industrie hat sich für 2016 folgende Arbeits- und Themenschwerpunkte gesetzt:

  • die Stärkung der Investitionstätigkeit, der Innovationskraft und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie,
  • der Erhalt und die Weiterentwicklung der industriellen Substanz auf dem höchsten technologischen, arbeitsorganisatorischen und nachhaltigem Niveau sowie
  • die Förderung und Bereitstellung eines Fachkräftepotentials, das für eine wettbe-werbsfähige Industrie notwendig ist.

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